Slow Food Oberfranken zu Gast im Frankenwald

Sorbet Slowfood Detsch

Ein kulinarischer Exkurs – dazu hatte Slow Food Oberfranken eingeladen.

Es ist wie so oft ein Familienunternehmen: Der Landgasthof Detsch liegt nur wenige Minuten von Kronach und überrascht mit einem sehr schönen fränkischen Ambiente. Die große Terrasse verspricht schöne Sommerabende. Wir aber fanden unsere lange Tafel voller Köstlichkeiten in der traditionsreichen Gaststube vor. Es war großartig: Frau Detsch berichtete stolz von der langen Tradition, die das Haus pflegt. In achter Generation, seit 1723 ist man Gastgeber mit viel Herz und Leidenschaft. Heute ist die Familie auch selbst Slow-Food-Mitglied und unterstützt den gemeinsamen Gedanken.  Die Menüfolge  wurde für uns individuell ausgewählt: regionale Fleischsorten, heimische Kräuter aus dem (November!!!-)Garten, frisch gebackenes Brot, Obst und Gemüse aus dem Tropenhaus … es klang, als würde es ihrem Team leicht von der Hand gehen. Aber es ist auch das gute Netzwerk, dass die Detschs pflegen. Denn richtig gutes Fleisch, auch von seltenen Sorten wie zum Beispiel vom Wollschwein oder dem Coburger Fuchsschaf, kommt von Partnern aus der Region.

Slow Food Oberfranken und das Wollschwein

Fast niemand mehr erinnert sich an Wollschweine. Sie waren Ende des 19. Jahrhunderts die führende Zuchtrasse und noch Ende der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts in Ungarn ganz normal. Doch dann wurden sie von anderen Rassen verdrängt.  Das Fleisch ist wesentlich fetter als das der mager gezüchteten Hausschweine, das Muskelfleisch schön marmoriert, was sicher eines der Geschmacksgeheimnisse ist.

Familie Detsch eröffnete das Menü mit einem Griebenschmalz und ofenfrischem Brot. Sehr lecker!!!

 

 

 

 

Norbert Heimbeck ist Genussmensch. Einer der Sorte, der es versteht, auch seine Mitmenschen zu begeistern. Er kocht gern – experimentiert in eigener Küche und am Grill (der keine Jahreszeiten kennt). Und er is(s)t genauso gerne in guter Gesellschaft. Seine Vision, immer mehr Menschen für Slow Food und die Genussregion Oberfranken zu begeistern, nimmt bereits Formen an. Seine Arbeit trägt Früchte – und wir alle lassen uns gerne von ihm anstecken…

Als Mitstreiter im Convivium Oberfranken hat er sich einen großartigen Partner gesucht: Andreas Fickenscher. Er hat 2018 das Heimatbrot gebacken und damit vielen vergessenen Gewürzen und Gemüsesorten neues Leben eingehaucht. Gedankt wird es ihm bundesweit – viele sind auf der Suche nach diesem Geschmack, den man von früher kennt – den man aber nicht mehr so einfach findet. Der Brotsommelier kombiniert die Wünsche seiner Kunden mit dem Know How seiner Familienbäckerei  – ein Erfolgsgarant. Und Slow Food Passion pur!

Das Tandem der beiden passt – die Aktivitäten für Mitglieder und Gäste sind abwechslungsreich, spannend und natürlich immer auch kulinarisch gewählt!

 

Das Slow Food Netzwerk besteht aus vielen Partnern!

 

 

Das Convivium Oberfranken freut sich über neue Gäste und Mitglieder. Wer also einen Beitrag leisten möchte für eine nachhaltige und faire Lebensmittelproduktion und oberfränkische Mitstreiter sucht, ist im Convivium genau richtig. Der Kontakt dazu läuft entweder über die Website Slow Food OBERFRANKEN oder direkt über Facebook an Norbert Heimbeck.

 

 

 

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