Kurztrip nach Barcelona – der Sonne entgegen

Frühling in Barcelona

Eigentlich ist der März ein Sonnengarant in Barcelona: Nach der Statistik darf man durchaus mit  9 bis 17 Grad Celsius und nur 5 Regentagen rechnen. In diesem Jahr allerdings war das etwas anders. Die sonnenverwöhnten Spanier, die Silvester mit kurzen Hosen am Grill verbracht haben, hatten im Februar Schnee in der Stadt. Eine wirklich sehr seltene Laune der Natur. Auch Ende März, nach unserer Abreise, waren die Dächer der Altstadt wieder weiß. Unser Wochenende aber war perfekt: wir hatten 20 Grad Celsius, Sonne und eine leichte Brise Wind.

Woran es lag? Es war ein Versprechen  von Jenni!

Unsere Reise war zum einen schon länger auf der To-Do-Liste großer Metropolen.  Zum anderen aber war es die Idee von  Bloggerin Jenni von Blogger@Work, die zu einer Städtereise eingeladen hatte. Travelblogger, Foodenthusiasten, Kulturinteressierte – sie stellte ein Programm zusammen, das uns diese  kosmopolitische Stadt sprichwörtlich aus allen Winkeln zeigen sollte. Und sie schrieb in ihrer ersten Einladung bereits: 20 Grad Celsius garantiert.  🙂

Dankeschön liebe Jenni, dein direkter Draht zum Petrus hat sich für uns ausgezahlt!

 

Doch erstmal ein kurzer Überblick:

Die katalanische Hauptstadt: Barcelona

Im Ring markieren wir das historische Zentrum. Wir haben dort auch gewohnt und die kurzen Wege sehr genossen. Man sieht schnell: der Hafen, der Strand aber auch die großen Sehenswürdigkeiten sind beinahe alle zu Fuß erreichbar. Aber auch eine kurze Fahrt mit dem Taxi ist durchaus bezahlbar. Nicht zu vergleichen mit deutschen Verhältnissen…

 

Kartenmaterial zu Barcelona

Link zur Map: https://pin.it/ufmkcp2srzkkie

 

Sehenswürdigkeiten Tür an Tür

Keine Frage, es gibt so Vieles zu sehen. Deshalb solltet Ihr euch unbedingt vorher gut überlegen, was Euch wichtig ist. Wir hatten uns zum Beispiel vorgenommen, auch den Barcelona-Pavillon von Ludwig Mies van der Rohe zu besuchen. Er wurde anlässlich der Weltausstellung 1929 für die Weimarer Republik entworfen und sollte durch Präzision und Moderne die Leistungsfähigkeit der deutschen Industrie symbolisieren.

  • Adresse: Av. Francesc Ferrer i Guàrdia, 7 Barcelona
  • Der Pavillon ist täglich geöffnet von 10.00 bis 18.00 Uhr,
  • Eintritt 5 Euro
  • In der Skizze oben findet ihr den Pavillon mit dem linken Pfeil bei den Museen

 

Barcelona Ludwig Mies van der Rohe   Wer mehr zu dem bedeutenden Architekten wissen möchte, kann unter diesem Link stöbern. 

 

Eine Tour durch die Nacht: Jenni kennt die guten Küchen

Zwischen all den Sehenswürdigkeiten und unglaublich schönen Straßenzügen solltet ihr euch Zeit nehmen für das gute Essen in der Stadt. Tapas-Bars, Cafés und Eisdielen… es wird niemand Hunger haben müssen. Wo genau es aber die weniger touristisch geprägten Restaurants und Kneipen gibt, das wissen die Einheimischen am besten. Die Empfehlung von Jenni geben wir gerne hier weiter:

El Chigre 1769 und El Portálon

Die urige Tapas-Bar El Chigre 1769 liegt ein paar Minuten entfernt von Santa Maria del Mar. Die gotische Kirche befindet sich im Distrikt La Ribera und wurde zwischen 1329 und 1383 erbaut, also zur Blütezeit der katalanischen Vorherrschaft im Handel und zur See. Sie ist ein herausragendes Beispiel katalanischer Gotik und ein Besuchermagnet. Auf dem großen Vorplatz  erklangen Gitarrenklänge, klapperten die ersten Kaffeetassen und luden ein, ein Päuschen zu machen. Wir können es nur empfehlen, hier in der Nachmittagssonne zu verweilen.

Die Tapas-Bar El Chigre 1769 ist klein und verwinkelt. Angeschlossen an die Idee SLOW FOOD lebt man hier die  Original katalanische Küche. Nicht nur die Gerichte und Getränke stammen aus der Region, auch die Menschen sind vorwiegend einheimisch. Und das macht die Atmosphäre so toll: Wir hatten eine große Auswahl an verschiedenen Tapas, Wein und Bier. Mit dabei auch der für die Region typische Cidre, der dem hessischen Äppelwoi nahe kommt. Die Zeremonie, die man für den Ausschank nutzt, haben wir für Euch in einer kurzen Filmsequenz festgehalten. Auf YouTube könnt Ihr gerne mal gucken: zu schön, mit wieviel Herzblut hier gearbeitet wird.

  • Adresse: Carrer dels Sombrerers, 7, 08003 Barcelona
  • Webadresse: http://elchigre1769.com
In Katalonien ist es durchaus üblich, an einem Abend mehrere Bars zu besuchen. Und so sind auch wir nach einer ersten köstlichen Runde durch die Speisekarte von El Chigre 1769 weiter gezogen zum Restaurant El Portalón. Ebenfalls im gotischen Viertel, ein paar romantische Gässchen weiter wartete bereits ein großer familiärer Tisch und eine warme Küche auf uns. Der Service war hier etwas rauher, authentischer und noch weniger touristisch. Essen wie die Spanier, ohne großes Schnickschnack – aber köstlich! Wir haben hier von Salaten über Suppen bis hin zu Fischgerichten alles probiert. Klasse! Die schon über 100 Jahre alte Kneipe ist unbedingt zu empfehlen. Speisekarte und Geschichte findet man auch online. 
  • Adresse: Banys Nous nº 20 08002 Barcelona

 

Tapasbars gibt es an jeder Ecke. Wo die besten sind, wissen nur die Einheimischen.

Tapas in Barcelona - eine köstliche Reise durch Spanien

Tourismusprogramm:
Sagrada Familia, die berühmte Basilika von GAUDI

Eines gleich vorneweg: es reicht nicht, dieses Bauwerk von außen zu betrachten. Der eigentliche Wow-Effekt stellt sich erst ein, wenn man diese Kathedrale betritt. Unbedingt dazu die Tickets vorab im Internet bestellen. Der Besucherandrang ist wirklich groß – und als wir da waren, gab es gar keine Tickets am Counter. Computerfehler. Wer also keines vorbestellt hatte, musste draußen bleiben. Die Eintrittsgelder  (15 Euro für 1 Erwachsenen) werden zu 100 Prozent in die Fertigstellung dieses Kunstwerks gesteckt. Man kann also mit gutem Gewissen seinen kleinen Beitrag leisten, dieses grandiose, ja schon fast wahnsinnige Werk zu erhalten.

Wer war eigentlich dieser Gaudí?

Antonio Gaudí stammte aus Katalonien. 1852 in Reus geboren steht er wie kein anderer für die spanische Architektur. Der international anerkannte Designer prägt auch Barcelona: all seine Ideen basieren  auf den vielfältigen Farben und Formen aus der Natur und der Geometrie. Er ging davon aus, dass das Geheimnis der Schönheit in der Natur liege und dass diese so gut wie nie aus geraden Linien bestehe. Die Meereswelt war eines seiner bevorzugten Themen.

1883 wird er mit dem Bau der Sagrada Família beauftragt, die er bis zu seinem Tod nicht vollenden kann. Man glaubt heute, dass es im Jahr 2026 wohl fertiggestellt sein wird. Umgeben von Baukränen nimmt es aber nichts von ihrer Einzigartigkeit und Gradiosität! Diese unglaubliche Vorstellungskraft, die Gaudi gehabt haben muss, macht sprachlos. Und so war auch die Atmosphäre in der Kathedrale selbst: obgleich wirklich viele Menschen da waren, war es nur ein Wispern, ein langsames Schreiten durch die weiten lichtdurchflutenden Gänge. Und jedes der großen Mosaikfenster hatte einen anderen Aspekt: gelbe warme Töne kamen durch die Südseiten, kühle blaue und grüne Reflexe im Osten. Das allein war schon ungemein beeindruckend. Doch die Art der Säulen, diese großen Blütenstängel, die zu einem Märchenhimmel zusammenschlugen – das kann man nicht wirklich in Worte fassen. Erinnert an eine (2010 von Papst Benedikt) geweihte Basilika wurden wir, als jemand im Altarraum ein Orgelstück spielte. Es ist nicht nur ein prachtvolles Kunstwerk, es ist eine Hymne an die Schöpfung.

 

Sagrada Familia - die berühmte Kathedrale von Gaudi

 

 

Strandfrühstück – in Barcelona nur 10 Minuten entfernt!

Nach den vielen gelaufenen Kilometern hatten wir uns einen Strandtag redlich verdient! Barceloneta Beach  ist nur wenige Schritte von der historischen Altstadt entfernt und doch so unglaublich erholsam und (im März) menschenleer. Es mag gut sein, dass es mit jedem Grad mehr auf dem Thermometer auch mehr Leben hat. Ein Grund mehr, außerhalb der Hauptreisezeiten die Stadt zu erobern. 🙂

 

Barceloneta Beach

Unser Tipp: auf dem Weg vom gotischen Viertel hin zum Strand gibt es einige tolle Hotels, deren Roof Top Bar für jedermann geöffnet ist. Ein Cocktail oder Cappuccino über den Dächern  mit Blick auf den Hafen – wunderbar!

Barcelona Rooftop Bar Barceloneta

Unser Wohnviertel:
Foodmarket La Boqueria: ein Genusstempel

 

Wir hatten uns als Hotel das  „Leonardo“ in einer Seitenstraße der Ramblas ausgesucht. Es liegt sehr zentral und doch ruhig, hat ebenfalls eine kleine Rooftop-Terrasse mit Pool und eine Bar. Auf ein Frühstück hatten wir verzichtet, liegt das Hotel nur 5 Minuten vom legendären Foodmarket La Boqueria entfernt. Es macht Laune, zu den verschiedenen Tageszeiten durch die große Halle zu laufen. Die Menschen, die  Farben, die Gerüche … es ist so vielfältig!

Barcelona Leonardo Hotel

La Boqueria, der berühmte Foodmarket von Barcelona

 

Die Blogger-Kollegen hatten separat gebucht und sich für folgendes Haus entschieden: YÖK Casa + Cultura! Ebenfalls im gotischen Viertel gelegen ist es eines dieser alten spanischen Häuser mit unglaublich viel Charme. Frühstück auf der Sonnenterrasse, kostenfreies WLAN und eine große Wohnküche, die man frei nutzen kann. Nur 600 Meter von der Kathedrale von Barcelona am Platz Platz de La Sei entfernt, liegt es sehr zentral.

 

Die Aussicht über die Stadt: Columbussäule

Es lohnt, sich einen Überblick zu verschaffen. Am schnellsten geht das mit dem Aufzug auf über 60 Meter Höhe in der altehrwürdigen Columbussäule. Der Fahrstuhl wird von jemanden begleitet, man muss also weder Platz- noch Höhenangst haben. Und oben im Rondell kann man wunderbar die Stadt kennenlernen. Viel Zeit muss man nicht einplanen, es geht wirklich nur um einen Überblick vom Beach, Hafen über die Altstadt bis hin zu den Bergen im Umland.

Columbussäule Barcelona

Las Ramblas, jetzt im März sind die Bäume noch nicht grün. Wie schön muss es erst sein, wenn die vielen Plantanen auf einem Weg von über 5 Kilometer der langen Flaniermeile mit Flohmärkten, Künstlervierteln, Tapasbars und Shoppingcentern Schatten spenden.

Las Ramblas Barcelona

 

So, nun ist aber gut. Wir könnten noch so viel erzählen. Jetzt heißt aber unsere Empfehlung: Flug buchen und los. Es macht unglaublich Spaß, in diese Stadt einzutauchen.

Und DANKE DANKE DANKE liebe Jenni für dieses wirklich klasse Bloggertreffen! Wir haben sehr viel gelacht und gelernt, geschlemmt und geschmökert!!!! Und wir hatten gemeinsam einen supertollen Kochkurs. Doch dazu mehr hier im neuen Blog!

 

 

 

 

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