Persisches Fladenbrot Nan-E Barbari lockt die Sonne!

Das Wetter hätte nicht passender sein können: Zum 17. Synchronbacken waren es fast 30 °C im Schatten! Die Aufgabenstellung lauete, ein persisches Fladenbrot zu backen – fast schon zu perfekt dafür!

 

Es ist mein drittes Mal dass ich an einem Synchronbacken teilnehme. Schon vor über einem Jahr ist mir immer wieder aufgefallen, dass sich mehrere BloggerInnen mit dem gleichen Thema zur gleichen Zeit beschäftigen. Dem mal nachgegangen fand ich schnell heraus, dass Zorra „Einmal Umrühren bitte aka Kochtopf“ und Sandra vom Blog „Froms-Snuggs-Kitchen“ die Idee hatten, über alle Grenzen hinweg gemeinsam zu backen. Und das funktioniert tatsächlich. Mein erstes Backerlebnis mit Menschen, die ich vorher noch nie gesehen hatte, war ein Christstollen. Pah – noch nie hatte ich mich vorher an diese Aufgabe gewagt. Doch die Synchronbäckerinnen waren zeitgleich mit mir in ihren Küchen und gaben mir das Gefühl, nicht alleine zu sein! Sie posteten im Stundentakt, wie weit der Teig gegoren ist, wie die Zutaten verarbeitet werden … Wo auch immer diese Küchen und Backöfen waren, an diesen beiden Tagen waren wir quasi ein Team.

Diese außergewöhnliche Stimmung und schon fast Intimität – immerhin erzählt man sich beim Synchronbacken auch die Missgeschicke! – haben mich motiviert, auch am letzten Wochenende wieder dabei zu sein. Ganz geheimnisvoll veröffentlichen Zora und Sandra erst kurz vorher die Idee und ein Rezept dazu. Am letzten Mai-Wochenende sollte es ein iranisches Fladenbrot sein: Nan-E Barbari.

Ich bin nicht sicher, wie gut der Draht der beiden Bloggerinnen zu Petrus ist. Aber es hätte nicht authentischer sein können: 30 °C im Schatten, die Gärzeit über Nacht schon fast ein bisserl zu warm! Hier bei uns im kalten Deutschland. Es war phantastisch, Mädels! 🙂

Gerne ein paar Sätze zum Rezept, das aus dem Blog Chili und Ciabatta von Petra stammt. Es gibt dazu zwei Varianten – eine auf Basis eines Hefeteiges und eine mit Sauerteig. Für mich stellte sich diese Frage gar nicht. Es sollte sicher ein Hefegebäck werden. Zora und Sandra wünschten sich die Verwendung von Roo-Mal, ließen uns aber freie Hand für Mehle und Gewürze.

 

Backanleitung fürs Fladenbrot

Zutaten:

  • 380 g Wasser
  • 11 g Salz
  • 1 P. Trockenhefe (besser wäre eine frische Hefe)
  • 550 g Weizenmehl Type 550

Zum Bestreichen ROO-MAL

  • 80 g Wasser
  • 1 TL Weizenmehl

Zum Bestreuen Sesam und Schwarzkümmel

 

Quelle: Chili und Ciabatta

Der Hefeteig ist schnell angerührt: Wie in Persien auch gibt man zuerst das Wasser in die Rührschüssel, dann Salz und Hefe und zum Schluss das Mehl. Kurz durchkneten bis ein sehr lockerer Teig entsteht und 20 Minuten ruhen lassen. Anschließend zu einem Ball formen und in einer Schüssel zugedeckt 11 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen. Dann in 3 gleichgroße Portionen teilen, auf ein Leinen legen, mit Mehl bestäuben und mit Folie zudecken.

Gut 4 Stunden bei Raumtemperatur gehenlassen.

Hefeteig beim Anrühren Hefeteig Fundstücke   Hefeteig Fladenbrot

 

ROO-MAL – was ist das eigentlich?

Zugegeben, ich musste es erstmal googeln: es handelt sich um eine gekochte und somit verkleisterte Mehl-Wasser-Mischung. Eine solche Streiche ist nicht ungewöhnlich, auch andere Brote werden vor und/oder nach dem Backen mit einer sog. Streiche eingepinselt, um den Brotglanz zu erzeugen oder auch zu verstärken. Es kann bei anderen Brotsorten auch Stärke verwendet werden, nicht immer ist es Mehl. Wichtig ist bei allen Streichen, dass sie klümpchenfrei sind. Da das Fladenbrot ein sehr helles Brot werden soll, wird die ROO-MAL  nur gekocht. Für braune Brotsorten kann die Streiche auch schon mal in der Pfanne oder auf Backpapier im Backofen gebräunt werden.

Im Rezept für Nan-E Barbari setzt man eine Stunde vor dem Backvorgang die Streiche an. Dafür kaltes Wasser und Mehl in einem Topf verrühren, erhitzen und kurz aufkochen. Nach dem Abkühlen wird die Masse sogar noch etwas dickflüssiger.

Jetzt schon mal den Ofen auf 250 – 260 °C hochheizen. Die Teiglinge auf der Arbeitsfläche setzen und nochmal kurz ruhen lassen. Es wurde empfohlen, die Fläche mit Kleie auszustreuen. Ich habe dafür Mehl verwendet. Jetzt war es Zeit für die Streiche: etwa 1,5 TL Roo-Mal auf einem Teigling aufbringen und mit den Fingerspitzen tiefe Rillen formen. Damit entsteht auch schon die längliche Form. Im Anschluss die Brote mit Sesamsaat und Schwarzkümmel bestreuen.

Meine Fladenbrote waren nur mit Sesamsaat bestreut, in den Backofen verbracht und ca 20 Minuten gebacken.

Nan-E Barbari ein Fladenbrot aus dem Iran Fladenbrot aus Persien: Nan-E Barbari

 

Das Brot war sehr lecker, knusprig und – viel zu schnell gegessen! Wir haben es mit einer hausgemachten Kräuterbutter am Nachmittag gegessen – für eine Torte wäre es noch immer viel zu heiß gewesen!

Den Organisatorinnen Zorra und Sandra ganz herzlichen Dank und allen Mitbäckerinnen einen schönen Gruß in die Runde! Es hat Spaß gemacht – und vielleicht klappt es ja bald mal wieder.

 

Sollte jemand neues hier vom Synchronbacken lesen und auch mal dabei sein wollen: auf Zorras Facebookseite werden die Termine regelmäßig bekanntgegeben!

 

Hier gerne die Links zu den fleißigen Bloggerinnen (war eigentlich kein Bäcker dabei? :-))) – bitte mal reinlesen, lohnt sich!

Zorra von 1x umrühren bitte aka Kochtopf
Susan von www.labsalliebe.com
Tamara von Cakes, Cookies and more
Birgit M. von Backen Mit Leidenschaft
Sonja von soni-cookingwithlove
Dagmar vonDagmar’s brotjecke
Simone von zimtkringel
Julia von baking.julia
Birgit D von Birgit D – Kreativität in Küche, Haus & Garten

 

Eine schöne Woche euch allen, Sabine

 

 

Latest comments
  • Hehe, in der Tat wir hatten diesmal eine Direktleitung zu Petrus. 😉 Hat Spass gemacht und schön, dass du dabei warst!

  • Herrlich goldbraun gebackene Fladenbrote – perfekt ♥ LG

  • Liebe Sabine,

    ich finde deine Fladen sehen super aus. Im Video waren sie auch so dünn, also alles richtig…

    Lieben Gruß
    Dagmar

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