Was wäre der Frankenwald ohne die Schokolade der Confiserie Lauenstein

Schokoladenmanufaktur Lauenstein Frankenwald Ausflugsziel

Man muss nicht gleich seine Wanderschuhe schnüren, wenn man sich auf den Weg macht in die einzigartige Schokoladenmanufaktur mitten im Frankenwald. Doch warum nicht das eine mit dem anderen verbinden? Warum also nicht am Fern-Rundwanderweg zwischen Teuschnitz und Ludwigsstadt die frische Luft, die Stille, die Natur genießen und einkehren in das wunderschöne Café der Confiserie Lauenstein mit der wohl längsten Pralinentheke Nordbayerns?

Es ist ja oft so: dort, wo man zu Hause ist, weiß man die Besonderheiten gar nicht zu schätzen. Wanderungen auf schattigen Waldwegen, anspruchsvolle Mountainbike-Touren oder auch Spazierfahrten mit dem Cabriolet – das alles liegt direkt vor unserer Tür. Und viel zu wenig nutzen wir davon. Wo genau dieses „Draußen, Bei uns“ liegt, zeigt ein Blick in die Landkarte.  Ein Mittelgebirge, das die Bundesländer Thüringen und Bayern miteinander verbindet. Doch nicht nur das: auch der bekannte Wanderweg Rennsteig führt mit seiner Länge von 168 km von Hörschel an der Werra bis Blankenstein an der Saale auch durch den Frankenwald. Der Abschnitt führt vorbei an früheren Schiefertafelfabriken, Kräuterwiesen und kleinen Dörfern. Aber auch Glashütten mit Weltruf, verschiedenen Museen und die Schokoladenmanufaktur Lauenstein liegen am Weg. Die Region ist für das leibliche Wohl bekannt, ein Wanderer und Tourist darf sich mit den Spezialitäten der Franken stärken!

Wer gerne länger bleiben möchte, kann mit dem Frankenwald-Steig ein abwechslungsreiches Wanderprogramm zusammenstellen. 242 Kilometer führen in gut ausgeschilderten Wegen durch die Region. Die Touristiker in Kronach sagen es ganz salopp: „Draußen. Bei uns“ und das triffts schon ziemlich gut. Denn Sommer wie Winter zieht der Wald die Menschen in seinen Bann. Und das wohl schon seit vielen  Jahrhunderten.

Schon im 12. Jahrhundert war die Burg Lauenstein nördlich von Kronach, unweit der fränkisch-thüringischen Grenze der Sitz des einst mächtigen Thüringer Geschlechts der Grafen von Orlamünde. Nach dessen Niedergang ging sie zunächst durch verschiedene Hände, bis im Jahre 1506 die Herren von Thüna in den Besitz von Burg und Herrschaft Lauenstein gelangten. Mehr Wissen zur Geschichte findet man auf der Seite der Bayerischen Schlösserverwaltung.  Im späteren Mittelalter führen wichtige Handelswege durch die Region . Und nicht zuletzt besuchte ein unternehmungslustiger Zuckerbäcker aus Berlin vor über 50 Jahren die Region. Und er verliebte sich in die Tochter eines Müllers. Die Fischbachsmühle, benannt nach dem kleinen Flüsschen Fischbach, zeugt heute noch von den Anfängen der Lauenstein Confiserie.

Die historische Burg Lauenstein thront imitten des Frankenwaldes und begeistert mit ihrem Liebreiz seit Jahrhunderten die Menschen. Anders als die Schutzburgen und Festungsanlagen in der Umgebung war sie jeher die Perle der Grafen. Wie passend, dass jetzt auch feinste Schololadenkunst ihren Namen in die Welt trägt.

 

Manus, die Hand: In der Confiserie geht es nicht ohne die vielen erfahrenen Hände der Schokoladenspezialisten.

Es ist nicht zu glauben, wie viele Hände, Arbeitssschritte und Wissen notwendig sind, um die Pralinen und Trüffel entstehen zu lassen, wie wir sie kennen. Längst sollten doch Maschinen eingezogen sein, die diese Arbeit übernehmen. Doch weit gefehlt: Frisch gemachter Krokant, der Duft von hausgemachtem Nougat und kunstvoll bemalte Manufaktureier entstehen immer noch in Handarbeit.

 

 

Kleines 1 x 1 der Schokolade

Wie man Schokolade in verschiedene Kategorien einteilt, ist ganz offiziell in einer EG-Richtlinie über Kakao- und Schokoladenerzeugnisse für die menschliche Ernährung und in der deutschen Kakaoverordnung geregelt. Demnach weiß man: je höher der Kakaoanteil einer Schokolade, umso herber ist sie. Am wenigsten Kakao steckt in der Haushaltsmilchschokolade, man sagt mindestens 20 Prozent. Wir kennen sie auch als Blockschokolade und vorrangig zum Kochen und Backen verwendet.

Bei Milch- und Sahneschokoladen muss der Gesamtkakaoanteil mindestens 25 Prozent betragen, bei Vollmilchschokolade mindestens 30 Prozent. Spannend wird es bei Milchschokoladen mit der Qualitätsbezeichnung „edel“ oder „fein“, denn hier sind mindestens 43 Prozent vorgeschrieben. Und dann sind  da noch die Zart- und Halbbitterschokoladen. Üblicherweise haben sie einen Kakaoanteil von über 50 Prozent, Bitterschokolade mehr als 60 Prozent.

Eine Sonderrolle nimme die weiße Schokolade ein. Sie enthält gar keinen Kakao, sondern nur Kakaobutter und hebt sich mit ihrer schönen hellgelben Farbe von allen anderen Schokoladen ab. Die Confiserie bietet hier eine wunderbare Kombination mit Matcha, einem Tee aus Südamerika. Doch dazu mehr an anderer Stelle.

Schokolade lässt sich trefflich verkosten und vergleichen. Wie man genau die Eigenschaften guter Schokolade erkennen und seine Lieblingsschokolade finden kann, das beschreibt die Lauenstein Confiserie in einem Blogartikel auf ihrer Website. Hier ein Blick auf die Empfehlung.

 

Das reizende Café Fischbachsmühle bietet mitten im Frankenwald großen Genuss: Ein Schokoladenbrunnen und die wohl längste Pralinentheke Nordbayerns laden zum Bleiben ein! Öffnungszeiten findet man auf der Website des Cafes unter www.lauensteiner.de

 

Die Fischbachsmühle, ein reizender Ort für Schokoladen- und Kuchengenuss!

Ein Highlight für die Schokoladenfreunde ist sicher die Gläserne Manufaktur. Mit einer Glasscheibe getrennt, darf man den Confiseuerinnen und Confiseuren zusehen, wie sie liebevoll die Pralinen und Trüffel vollenden. Und man darf auch selbst Hand anlegen und kleine Tafeln mit frischer, flüssiger Kuvertüre bemalen oder beschreiben. Das Mitbringsel für die Lieben daheim selbst gemacht! Meine Tochter – hier im Bild – hat mit Begeisterung gemalt. Und Oma und Opa haben es genauso gern vernascht. Wie schön, dass wir uns die Zeit für diesen Ausflug genommen hatten! Gerne wieder!

Die Öffnungszeiten und Adresse findet man auf dieser Website: http://www.fischbachsmuehle.com/manufaktur/de/schokolade/pralinen/

 

 

Fotocredit: privat und Lauenstein Confiserie / Dankeschön!!

 

Latest comments
  • Hallo Sabine,
    danke für diesen schönen Bericht! Meine neue Heimat ist echt schön, das sieht man an den Fotos wieder. Das allererste Mal in Lauenstein war ich übrigens irgendwann in den 1980er Jahren, als die Mauer noch stand. Das war damals echt das Ende der Welt, ich komme aus der Stuttgarter Gegend: Wir waren damals auf der Burg Lauenstein, dann auf der Thüringer Warte (da war ich letztes Jahr mal wieder!) und dann natürlich Pralinen kaufen und essen. So lange gibt’s die schon. 🙂
    Liebe Grüße
    Barbara

  • Hallo Sabine,
    danke für diesen schönen Bericht! Meine neue Heimat ist echt schön, das sieht man an den Fotos wieder. Das allererste Mal in Lauenstein war ich übrigens irgendwann in den 1980er Jahren, als die Mauer noch stand. Das war damals echt das Ende der Welt, ich komme aus der Stuttgarter Gegend: Wir waren damals auf der Burg Lauenstein, dann auf der Thüringer Warte (da war ich letztes Jahr mal wieder!) und dann natürlich Pralinen kaufen und essen. So lange gibt’s die schon. 🙂
    Liebe Grüße
    Barbara

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