Das echte Italien: Casanuova Locanda & Fattoria

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Antipasto toscano, Bruschetta con cavolo nero. Spaghetti al pesto siciliano, Spinatgnocchi mit Salbeibutter. Panna cotta mit frischen Beeren. Ein Grappa aus eigener Herstellung. Dazu ein Chianti Colli Fiorentini. Uns wird schnell klar, diese Woche auf der Locanda Casanuova wird ein kulinarischer Hochgenuss!

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Casanuova, ein Geheimtipp vor den Toren von Florenz

Die Fattoria und Locanda Casanuova liegt nur 25 km vor Florenz, am Südhang der Stadt Figline Valdarno und damit nicht weit von Siena und Arezzo. Sie ist der Sonne zugewandt. Und mit ihr die Menschen, die dieses Kleinod pflegen und bewirtschaften: Ulla und Thierry Besancon sind seit über 30 Jahren mit der Vision verbunden, das ehemalige Kloster und späteren Bauernhof des Grafen Serristori zu erhalten und mit ihren Gästen zu teilen. Inzwischen mit der tatkräftigen Unterstützung der Familie. Ein eigener Gemüsegarten, Bio-Weinberge direkt am Haus, junge Olivenhaine und eine grandiose Aussicht auf die Weite des Valdarno – man kann sich der Faszination nur schwer entziehen.

 

Die Locanda Casanuova ist kein Ort wie jeder andere. „La Bellezza della Semplicità“ – das ist das Motto unseres Hauses, das wir seit 30 Jahren pflegen. Die Schönheit des Einfachen, das ist Urlaub ohne Luxus, aber mit allen Annehmlichkeiten, die man braucht, um sich in einer der schönsten Urlaubsregionen inmitten herrlichster Natur zu erholen. Lassen Sie sich inspirieren!   ***    Ulla und Thierry Besancon
Das Grußwort der beiden, das wir hier zitieren, ist alles andere als eine Marketingfloskel. Diese einzigartige Atmosphäre des historischen Anwesens, die Sonne und die Gastfreundschaft – mir war, als hätte ich einen Augenblick die Zeit anhalten können und tauschen mit dieser italienischen Familie. Ausprobieren, wie es sich anfühlen würde, in Italien zu leben, auf einer Fattoria, im heißen Sommer, in den Weinbergen, mit bäuerlicher, authentischer Küche und dem Lachen der Köchinnen, wenn sie die saftigen Kuchen für den Nachmittag anrühren..

Wir haben es mit uns geschehen lassen. Haben uns den hochsommerlichen Temperaturen ergeben und uns den Rhytmus der Region angeeignet. Das heißt auch:  Siesta von 13 bis 15 Uhr – das Hotel schaltet in dieser Zeit in den „self-service-Modus“.  Gekühlte  Getränke, Obst frisch vom Markt oder aus eigener Ernte finden wir an einem Platz, wo wohl das Herz des weitläufigen Anwesens schlägt: bei der wunderschönen, traditonell eingerichteten Küche. Hier trifft man sich mit den Gästen, mit den Köchinnen, mit der Familie – hier (so haben wir das Gefühl) beginnt die Lebensader für dieses Anwesen. Die alten Steintreppen führen zu den Gästezimmern, das Restaurant mit Kamin und Klavier (wohl für kühlere Tage) und die große Terrasse mit den Tischen stehen bereit für neue italienische Speisen. Hier  erwarten uns am Morgen auch die toskanischen Leckereien zum Frühstück: Tomaten frisch vom Strauch, Ricotta, Salami und Schinken, Marmeladen, Müsli-Varianten und selbstgebackenes Brot. Längst nicht alles, doch unsere einseitige Aufzählung liegt einfach nur daran, dass wir uns nicht sattessen konnten an den sonnengereiften Tomaten auf frischem Brot mit dem Olivenöl der Fattoria. Etwas Pfeffer und Salz aus der Mühle … ich merke schon beim Erzählen, wie sehr ich es bereits vermisse.

           

 

Vor dem Frühstück gab es allerdings noch einen anderen Treffpunkt: zwischen Granatapfelbäumchen und Mandelstrauch trifft man Ulla auf Wunsch zu einer Yogastunde. Sie bietet ihren Gästen an, den Tag auf eine ganz besondere Art zu begrüßen: mit einem Blick in einen strahlend blauen Himmel und mitten in der Natur!

Für eine Abkühlung im Wasser sorgt ein Schwimmteich ein paar Schritt abseits der Locanda in einem schattigen Wäldchen.

Freundschaften schließen, ob jung oder alt

Vielleicht lag es am heißen Sommer, vielleicht an den ca 40 wunderbaren Gästen aus Frankreich, England und Deutschland, dass wir so schnell zueinander fanden. Lange schöne Abende bei Chianti und Bier, begleitet von den Gitarrenklängen der Gäste der Mediterranean Music School sind unvergessen geworden. Es wurde zwischen französischen und Berliner Jugendlichen ein Schüleraustausch ausgehandelt, hanseatisch-bayerische Gitarrenabende geplant – und trotzdem blieb alles herrlich unverbindlich. Urlaub eben. In netter Gesellschaft.

 

Der landwirtschaftliche Betrieb, die Weinberge, die Olivenbäume

Einen sehr schönen Einblick in das Familienanwesen gab uns der Sohn der Familie,  Thilo Besancon. Er hat sich dem landwirtschaftlichen Teil der Locanda angenommen und nahm uns kurzerhand mit in seinen Weinberg, in die Keller, zu den Olivenbäumen und natürlich in den Gemüsegarten. Nach alter Tradition wächst auf mineralischen Böden der berühmte Chianti-Wein, heute nach biologischen Prinzipien.  Der Wein ist für die Gäste und inzwischen auch in kleiner Menge für einen Verkauf nach Deutschland. Wieviel, das regelt die Natur, nicht der Mensch. So sieht es der junge Winzer, der auch einen feinen Grappa aus den Trauben brennt.

Mindestens ebenso spannend waren seine Ausführungen zur eigenen Erzeugung des Olivenöls. Die Früchte der Olivenbäume werden dazu von der Familie zwischen Oktober und Januar geerntet und schonend kalt gepresst. Der Olivenhain selbst ist erst ca 30 Jahre alt, eine kalte Frostnacht hatte Anfang der 80er fast den ganzen Bestand in nur wenigen Stunden vernichtet. Jetzt aber gehören sie wieder zu Casanuova, die vielen silberfarbenen sonnenverwöhnten Bäume mit den vielen Früchten. Es bleibt abzuwarten, wie groß der Einfluss des heißen und trockenen Sommers 2017 auf die Ernte sein wird. Doch die Besancons leben im Einklang mit der Natur, sie haben einen längeren Zeitlauf im Blick aus nur dieses kommende Erntejahr.

 

     

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Ein Blick in die Speisekarte

Giardiniera, ein Salat mit frisch geschmortem Gemüse! Ein Blick in die Küche der Fattoria Casanuova beim Vorbereiten des Abendessens wird niemandem verwehrt. Im Gegenteil, wer sich rechtzeitig anmeldet, kann an einem Kochkurs ganz nach toskanischer Art teilnehmen: Cucina Casanuova! Mehr Infos findet man auch auf der Website.  

Ulla Besancon hat ihre Gerichte in der Region gesammelt, einfache, erdverbundene toskanische Küche. Und mit ihrer Vorliebe für Zitrusfrüchte und sizilianische Spezialitäten entstanden feine Menüs für die Gäste der Locanda. Und ein Kochbuch, das durch die verschiedenen Jahreszeiten führt. Ich hab mir das Buch mit nach Hause genommen und werde es gerne ausprobieren. Ist es möglich, diese leichten sommerlichen Gerichte auch in Deutschland zu kochen? Jetzt in diesen Regentagen habe ich schon Zweifel. Doch Ihr könnt es in wenigen Wochen in meiner Bücherecke nachlesen, ob es doch geklappt hat!

 

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Die Zimmer und Appartments sind ganz unterschiedlich – bei einem Besuch sollte man vorher anfragen, welche Möglichkeiten frei sind.

 

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Abschiednehmen hieß es nach 7 Tagen bester Küche – und was könnte es besser beschließen als ein Stück Weißbrot mit dem guten Olivenöl der Fattoria. Doch keine Sorge, wir haben uns im Hoflädchen einen kleinen Vorrat gekauft und genießen auch heute noch die Sonne der Toscana!

 

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Unser Dankeschön gilt auch Franziska und Guido mit ihrem kleinen Cosimo, der lieben Rabea, die uns die leckeren Kuchenrezepte verraten hat, Maria im Büro, die Servicedamen im Hotel, die Köchinnen, und den vielen fleißigen Händen der Locanda!

Arrivederci bella Italia, Auf Wiedersehen liebe Familie Besancon, es war wunderschön!

 

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